Vita

Schlüsselerlebnis in jungen Jahren

Als Kind (*1956) hatte ich fürchterlich Milchschorf, war oft erkältet. Mit 11 Jahren kam fast unerträgliches Asthma hinzu. Ohne Medikamente war ein normales Leben nicht denkbar. Oft mehrmals wöchentlich musste nachts der Arzt nach Hause kommen und Euphyllin Calcium sowie Brondilat spritzen. Morgens konnte ich dann nicht selten erst ab der zweiten oder dritten Schulstunde am Schulunterricht teilnehmen. Vom Schulsport war ich befreit. Trotzdem bemühte ich mich, so gut als möglich, dabei zu sein. Mit Sultanol-Spray-Gaben rettete ich mich über den Tag. Sogenannte Prick-Tests ergaben eine hochgradige Allergie gegen Hausstaub, Milben und Bakterien Staph. 2. Mit knapp 18 Jahren schickte man mich sechs Wochen lang zur Kur. Ohne jeglichen Erfolg.

Die damalige Obermedizinalrätin im Landkreis verfolgte meinen Leidensweg wohl schon länger und vermittelte mich eines Tages an einen Privatarzt im Allgäu, der sich ausschließlich auf Irisdiagnose und Homöopathie spezialisiert hatte. Sie selbst konsultiere den Kollegen auch manchmal in einger Sache, wie sie mir verriet. Ihr fiel wohl schon länger auf, dass ich keinerlei Atemprobleme hatte, wenn ich Trompete spielte, jedoch beim Treppensteigen sofort starke Luftnot bekam. Der Arzt im Allgäu redete kaum. Er stellte eine Irisdiagnose und ich musste Urin in einen Becher abgeben. Innerhalb von Minuten kam er zu einem ganz anderen Ergebnis als alle seine vorhergehenden Kollegen. Seine Diagnose lautete: Hochgradige Milch- und Zitrusfrüchte-Allergie.

Er verordnete mir acht verschiedene Fläschchen, mit eigens zusammengestellter Komplex-Homöopathie. Die einzelnen Fläschchen enthielten bis zu 10 verschiedene Substanzen. Eine Apotheke in Memmingen fertigte die Zusammenstellungen an. Monatelang tat sich nichts. Nach etwa sechs Monaten kam dann die Verschlimmerung. Und die hatte es in sich. Meine Eltern und Freunde, alle rieten mir inständig dazu, die Tropfen sofort abzusetzen. Aber ich ließ mich nicht beirren und hielt durch. Ich mied streng alles, was in irgendeiner Form mit Milch oder Zitrus zu tun hatte. Also Schokolade, Limonade, Kuchen, einfach alles, wo Milch oder Zitrus drin sein konnte. Auch Alkohol war tabu. Zugegeben, mein gesundheitlicher Zustand war gänzlich unerträglich geworden. Nicht das kleinste Licht am Ende des Tunnels. Doch dann kam endlich der Durchbruch. Nach über neun Monaten und über Nacht. Das erste Mal, seit fast neun Jahren, konnte ich wieder frei atmen. Die angebrochenen Tropfen nahm ich noch zu Ende ein. Die Restsymptome verschwanden in den nächsten Wochen komplett, bis zum heutigen Tag. Von nun an konnte ich wieder alles essen. Milchprodukte und Zitrusfrüchte stehen seither wieder uneingeschränkt auf meinem Speiseplan.

Bundeswehrzeit

Nach meiner Lehre zum Technischer Zeichner (Maschinenbau, IHK) musste ich zur Musterung. Ich freute mich darauf, denn bis vor kurzem wäre der Job – aus gesundheitlichen Gründen – bei der Bundeswehr ja gar nicht möglich gewesen. Bereits in den ersten zwei Wochen wurde ich Vertrauensmann der Rekruten am Standort. Ein Problem gab es schon. Ich musste meinen gesamten Muskelapparat von Grund auf aufbauen. Zudem war ich die ersten paar Monate immer wieder stark erkältet. Aber ich hatte Glück. Ab sofort sollte täglich ein Unteroffizier eine Stunde lang nur mit mir auf dem Platz trainieren. Das waren Strapazen, doch es hat sich gelohnt. Ich wurde immer besser, schneller und ausdauernder. In den Wintermonaten rieben wir den Oberkörper, nach dem Dauerlauf, bei Minus 20 Grad mit Schnee ein. Anschließend wurde heißt geduscht. Jetzt war der Weg frei für den Unteroffzierlehrgang und ein halbes Jahr später für den Offizierlehrgang. Seit knapp 40 Jahren bin ich Hauptmann der Reserve mit Verwendung Kompaniechef (Heer, Panzer).

So ging es beruflich weiter

Nach der Bundeswehrzeit entschied ich mich für die Ausbildung zum Versicherungsfachmann. Zu einem puren Bürojob konnten mich keine 10 Pferde mehr überreden. Schnell fasste ich Fuß und saß bald darauf bereits Politikern gegenüber, die man sonst nur aus der Zeitung oder dem Fernsehen kannte. Ab den 1990er Jahren kam dann die Portfolioverwaltung hinzu, im Rahmen des Kreditwesengesetztes. In den Wirtschaftsteilen verschiedener Tageszeitungen erschienen wöchentlich meine Veröffentlichungen. Rundfunk und Fernsehen meldeten sich und brachten Beiträge. 1999 erhielt mein Partner dann die Diagnose Krebs. Anfang 2000 stiegen wir beide daraufhin aus dem mittlerweile nervenaufreibenden Geschäft aus. Hautnah bekam ich mit, wie manche Kliniken meinen Partner immer wieder ausnahmen, wie eine Weihnachtsgans, ohne dass sich Erfolg einstellte. Ich fing verstärkt an, mich auf die Prüfung zum Heilpraktiker vorzubereiten. Einige Zeit, bevor mein Partner an den Folgen seines Krebs verstarb, sagte er einmal: „Wenn du schon soweit wärst, dann würde ich nur noch zu dir zur Behandlung kommen.“

Frühes Interesse an Naturheilkunde

Ich war natürlich von der Naturheilkunde fasziniert und belegte 1983 den Studiengang zum Heilpraktiker. Meine damaligen Dozenten waren der Chefarzt eines Krankenhauses, ein Bauchchirurg der Uni München sowie ein niedergelassener Arzt. Seit 1986 bilde ich mich ständig weiter. Heilpraktiker- und Ärzteweiterbildungen wechseln sich ab. Die Überprüfung zum Heilpraktiker und die anschließende Praxiseröffnung fanden allerdings erst in 2004 statt.

Beisitzertätigkeit und Vorträge

Von Anfang 2005 bis Ende 2011 gehörte ich als Beisitzer dem Prüfungsausschuss „Heilpraktikerüberprüfungen“, beim Landratsamt/Gesundheitsamt München Land, an. Neben meiner Praxistätigkeit werde ich als Referent zu Weiterbildungen und Kongressen genauso eingeladen wie von mittelständischen Wirtschaftsunternehmen zum Thema Gesundheitsvorträge.

Mein Netzwerk

Oft konsultieren mich schwer kranke und bereits austherapierte Menschen. Für mich stellen diese Patienten stets eine neue Herausforderung dar. Gerade bei Hochrisiko-Patienten ist es manchmal wichtig, schnell eine weitere fachbezogene Meinung zu hören. Dazu kann ich jederzeit, schnell und unkompliziert auf ein Netzwerk von Spezialisten aller Fachrichtungen zurückgreifen (auch gesetzliche Krankenkassen).

Schwerpunkt „Prävention“

Zur reglemäßigen Vorsorge geht man, wenn es einem noch gut geht. Allerdings reicht ein kleines oder großes Blutbild noch lange nicht aus, um eine Aussage zu treffen. Es gehört wirklich mehr dazu. Nur dann hat man die Chance, dass nicht irgendwann allen möglichen Krankheiten, inklusive Krebs, Tür und Tor geöffnet sind. Um das Immunsystem zu entlasten, gilt es Stoffwechselkrankheiten, wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hypercholesterinämie (hohe Cholesterinwerte) und Hyperurikämie (Gicht) entgegenzuwirken. Gerade auch in Verbindung mit Herz-/Kreislauferkrankungen. Auf Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochen und Nieren wird oft so gut wie gar nicht geschaut. Ein Desaster. Neben einem intakten Immunsystem ist es genauso wichtig, dass man sich schmerzfrei durch den Tag bewegen kann. Gerade in Bezug auf Schmerzen am Bewegungsapparat (Arthrose, Bandscheibenvorfall, Rücken-/Schulter-/Nackenschmerzen, Karpaltunnel-Syndrom usw.). Beides gilt es anzustreben, ein intaktes Immunsystem sowie Schmerzfreiheit. Doch viele Menschen sind zur Vorsorge leider immer noch nicht bereit.

Praxiseröffnung 2004 – Schwerpunkte:

·  Immunmodulation (Immunaufbau, Allergien, Krebs usw.)

·  Schmerztherapie (Bewegungsapparat, Gelenke/Sehnen/Muskeln)

·  Stoffwechsel: Hypercholesterinämie, Diabetes mellitus, Gicht

Ständige Weiterbildungen in Schulmedizin und Naturheilkunde

Aufgrund meiner vielen Weiterbildungen in den letzten 35 Jahren, bin ich heute in der guten Lage, diejenigen gesundheitlich zu beraten und zu behandeln, die mit mir gemeinsam über den Tellerrand hinausschauen wollen. Mit dem Ziel, möglichst fit zu bleiben, bis ins hohe Alter.

Medizin-Journalismus:

Medizinjournalismus nimmt in meinem Alltag einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Möglichst ständig auf dem neuesten Stand zu sein, ist mir äußerst wichtig. Zu wichtigen Themen findet man mich zum Beispiel in der Charite´ Berlin, in der Goethe-Universität Frankfurt, in den Universitäten Tübingen, Hamburg-Eppendorf (UKE) usw. Meine Infos beziehe ich oft aus erster Hand, von renommierten Wissenschaftlern persönlich. „Unerklärlicherweise benötigen neue, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht selten 10 Jahre, bis diese dann endlich in den Arztpraxen umgesetzt werden“, so der Tenor vieler Wissenschaftler. Insofern bin ich froh, die Nase, bedingt durch meine Neugier, möglichst weit vorne zu haben.

Buchautor

Mein erstes Buch, „Mit Krebs besser und länger leben“, erschien im Februar 2020. Mit dem Thema „Krebs“ beschäftige ich mich schon lange. Ganz ehrlich, ich hätte aber nie gedacht, dass Krebs, gerade in unserer Familie, einmal ein Thema sein wird. Doch dann erhielt meine Frau, nach 37 Jahren Zusammensein, im Frühjahr 2014, die Diagnose „Tumor im Bauchspeicheldrüsen-Korpus und Stein im Bauchspeicheldrüsen-Schwanz. Bis die Erkrankung aber endlich erkannt wurde, blieben neun Fach- und Klinikärzte, drei harte Monate lang, stur bei ihrer Diagnose „Depression“! Fatal, wenn sich der Patient nicht zu wehren weiß.

Schon seit vielen Jahren fragen mich Patientinnen und Patienten mit Krebs um Rat und nehmen komplementäre Maßnahmen in Anspruch. Wenn ich aber sehe, dass bei vielen Krebspatienten die Chemos nicht anschlagen, der Tumor nach Monaten nicht kleiner und lediglich das Immunsystem geschwächt wird, dann verstehe ich die Welt nicht mehr, bei den heutigen Möglichkeiten. Im Kreis von Onkologen (Krebskongress Baden-Baden) erzählte ich von meiner Idee, einen „Leitfaden für Krebspatienten“ zu schreiben. Allgemeiner Tenor: „Machen Sie das, wir sind dabei.“ Eine Onkologin nahm mich am Arm und meinte: „Tun Sie das. So etwas brauchen gerade Krebspatienten.“ Gesagt, getan. Ich konnte 30 renommierte Wissenschaftler, Onkologen, Fachärzte und Therapeuten für ein Interview gewinnen. Was dabei heraus kam, lesen Sie im Buch. Übrigens: Auch für Menschen, die keinen Krebs haben, ist das Buch aufschlussreich und interessant.

Das zweite Buch ist gerade in Arbeit. In Romanform erzähle ich sehr genau und teilweise wortwörtlich, wie es uns erging, was wir erlebt haben und wie wir behandelt wurden, bis die Diagnosen „Tumor und Stein im Pankreas (Bauchspeicheldrüse)“ vor ein paar Jahren endlich stand. Und natürlich, wie die zwei anschließenden Operationen verlaufen sind. Ahhh…, und wie unser Umfeld reagiert hat. Es wird spannend. So viel kann ich jetzt schon versprechen.

Interessen

Schon mit 17 Jahren habe ich mich im 64-Mann starken symphonischen Blas- und damaligen deutschen Repräsentationorchester zum 1. Trompeter hochgearbeitet. Hier und da kam auch mal ein Rundfunk- oder Fernsehauftritt zustande. Mit 17 ½ gründete ich, während meiner Lehrzeit, ein Quintett und erhielt mit meinen Mannen prompt ein Monatsengagement im Night-Club. So sieht also die Tretmühle aus: Um halb sechs raus aus den Federn und in die Firma oder Berufsschule. Täglich, abends von 20 Uhr bis 2 Uhr nachts Musik. Ich bin der Jüngste der Truppe. Mein ältester Musiker, ein ehemaliger Profi, war damals 34. Ein fünfwöchiges Angebot, ein Engagement auf einem Luxusliner vor Indien, lehnt die Frau eines Musikerkollegen aber ab. Wir spielten in Tanzlokalen, in denen meist nur Profi-Bands und damalige Stars, wie die Flippers, Cindy und Bert, Mary Roos, Roberto Blanco usw. auftraten. Nach zwei Jahren wechselte ich zu einem Sextett.

Privat interessiere ich mich für die Natur. Ich koche sehr gerne, habe eine Vorliebe für gutes Essen (leider), richtig temperierten, trockenen Wein oder ein gut gekühltes Bier.

Philosophie

Meines Erachtens kommt man an der Schulmedizin genauso wenig vorbei, wie an der Naturheilkunde. In der Hoffnung auf mehr Erleichterung oder sogar Heilung sucht der Patient Hilfe. Für ihn ist es wichtig, dass er sich von Anfang an sehr gut aufgehoben fühlt. Und dieser Erwartungshaltung trage ich Rechnung. Erwarten darf man ein Wissen, das ich mir seit 1983 bei vielen Heilpraktiker- und Ärzteweiterbildungen angeeignet habe. Es ist mir wichtig, immer auf dem neusten Stand zu sein und Risiken richtig einschätzen zu können.

Viele Erkrankungen lassen sich, parallel zur Schulmedizin, naturheilkundlich behandeln. Nicht selten können daraufhin die hohen Dosen der schulmedizinischen Präparate – und die damit verbundenen Nebenwirkungen – drastisch reduziert und in Einzelfällen sogar wieder ganz weggelassen werden. Die sehr gute Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, sowie Krankenhäusern, bereichert den Praxisalltag.

Mein Motto

Schulmedizin und komplementäre (naturheilkundliche) Therapien ergänzen sich oft geradezu ideal. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam über den Tellerrand hinauszuschauen, mit dem Ziel, möglichst fit zu bleiben, bis ins hohe Alter.