MRSA – Forschst du noch oder präventierst du schon?

Die Wissenschaftler Pierre Stalllforth und Kollegen (Leibnitz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie, Jena) haben zwei neue Stoffe (Jessenipeptin und Mupirocin) entdeckt, die von Bakterien gebildet werden und gegen MRSA wirken.

Reden wir zuerst aber einmal über Amöben. Dabei handelt es sich um Einzeller mit Scheinfüßchen. Amöben besitzen keine feste Körperform. Sie verändern ihre Form ständig und ernähren sich unter anderem hauptsächlich von Bakterien. Dabei umschließen sie die Bakterien mit ihren Füßchen, nehmen diese in ihr Inneres auf, wie in einen Wassertropfen, und verdauen diese. Hauptsächlich passiert dies in feuchten Böden und im Wasser.

Im Laufe der Zeit haben die Bakterien aber gelernt, sich gegen Feinde, wie zum Beispiel Amöben, Amöben, die 10-mal größer sind als sie selbst, zu wehren. Sie bilden Schutzfilme, sogenannte Biofilme. Oder sie schaffen es tatsächlich, im Inneren einer Amöbe zu überleben, ohne selbst verdaut zu werden. Und töten die Amöben anschließend durch Giftstoffe, die sie bilden.

Die Wissenschaftler hatten eine Idee: Sie testeten Jessenipeptin und Mupirocin an MRSA-Keimen Staphylococcus). Und hatten Glück. Die Kombination der beiden Stoffe zeigte eine starke Wirkung gegen MRSA. Die Wissenschaftler sind nun davon überzeugt, dass die Untersuchung der komplexen Lebensverhältnisse in der Natur richtig und wichtig ist. Ach …, aber das war doch schon immer so!

Quelle:
Arp J, Götze S, Mukherji R, Mattern DJ, García-Altares M, Klapper M, Brock DA, Brakhage AA, Strassmann JE, Queller DC, Bardl B, Willing K, Peschel G, Stallforth P; „Synergistic activity of cosecreted natural products from amoebae-associated bacteria“; Proc Natl Acad Sci U S A; 2018

Allerdings wird es bestimmt noch viele Jahre dauern, bis so ein Cocktail dann eventuell tatsächlich als neues Medikament auf dem Markt erscheint. Aber wie heißt es so schön:

„Forschst du noch oder präventierst du schon?“

MRSA vertreiben längst auch Schwarze Johannisbeerblätter in Kombination mit einer ganz bestimmten Unterart von Wildem Oregano. Kremo 058 ist in jeder Apotheke erhältlich. Als Lutschpastillen und als Reinigungswasser bei Wunden.


Hier die Links zu Kremo 058:

Interview mit Prof. Träder Universität zu Lübeck
https://www.youtube.com/watch?v=RMeU1l2_9Z4

So habe ich in ein paar Tagen MRSA bekämpft
http://www.horstboss.de/veroeffentlichungen/wissenswertes/so-habe-ich-in-ein-paar-tagen-mrsa-bekaempft/9c2c480da7518d2669c44ce7d0081485.html?L=0

Paracelsus-Magazin: MRSA – Krankenhauskeime – Dagegen ist ein Kraut gewachsen
http://www.horstboss.de/uploads/tx_sbdownloader/201501_Paracelsus.pdf