Weiterbildung: Onkologie

Eine optimalere und herausragendere Weiterbildung kann man nicht bekommen.

Prof. Dr. Dr. med. Ben L. Pfeifer

Professor Pfeifer ist seit mehr als 40 Jahren als Arzt und Forscher tätig. Er genießt auf dem Gebiet der komplementären Onkologie und Krebsimmunologie weltweit hohe Anerkennung. Für seine Forschungstätigkeit wurde er mit dem Humboldt-Preis in Deutschland und dem Immunologischen Forschungspreis in Florida, USA ausgezeichnet. Als Anästhesiologe, Intensiv-Mediziner und Immunologe gilt sein besonderes Interesse der integrativen Onkologie. Stationen seiner beruflichen Laufbahn: Promoviert und habilitiert an der Humboldt-Universität Berlin, zweite Habilitation an der Philipps-Universität zu Marburg, Berufung an die Universität von Süd-Florida, Fellowship an der Universität von Kalifornien, Direktor für klinische Forschung an der Universität von Kentucky, Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie; Direktor für Forschung und Entwicklung an der Aeskulap-Klinik für Ganzheitsmedizin in Brunnen (Schweiz), Direktor für Forschung bei Aeskulap-International AG, Luzern (Schweiz).

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Prof. Dr. med. Rupert Handgretinger

Prof. Dr. med. Rupert Handgretinger ist Ärztlicher Direktor der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeine Pädiatrie und Hämatologie/Onkologie, Universitätsklinikum Tübingen. Handgretinger ist Pädiater. Er forscht zur Behandlung bösartiger Erkrankungen im Kindesalter und gilt als einer der führenden Experten von Stammzelltransplantationen bei Kindern mit Leukämie. Auch Diabetes im Kindes‐ und Jugendalter, Allergien, Mukoviszidose und Organtransplantationen bei Kindern gehören zu seinen Therapieschwerpunkten.

Bei haploidenten Stammzelltransplantationen stimmen Gewebemerkmale (HLA-Typ) von Spender und Empfänger nur zur Hälfte überein. Die Folge sind heftige Abstoßreaktionen. Handgretinger ist es gelungen eine Methode zu entwickeln, mit der diese lebensbedrohlichen Abstoßreaktionen beim Empfänger reduziert werden. Dadurch wurde es möglich, dass auch Eltern als Stammzellspender für ihre an Leukämie erkrankten Kinder infrage kommen. Dazu werden Zellen, die für die Abstoßung verantwortlich sind, mit Antikörpern und winzigen Magnetpartikeln (Graft Manipulation) aus dem Spender‐Knochenmark entfernt. Transplantiert werden letztendlich nur die wichtigen Stammzellen. Somit wird die Sterblichkeit und Rückfallquote reduziert.

Die Herausforderung ist die Entwicklung weiterer immuntherapeutischer Ansätze, wie etwa die Impfung der Eltern mit tumorspezifischen Antigenen, vor der Entnahme der Stammzellen.

Handgretinger und Kollegen erforschen auch die Krankheitsverläufe der seltenen Erkrankungen Metachromatische Leukodystrophie (MLD) und Globoidzell‐Leukodystrophie (GCL). Bei diesen erblichen Erkrankungen kommt es zur Zerstörung der weißen Hirnsubstanz, sowie schweren neurologischen Störungen. Betroffen sind überwiegend Kinder. Auch dabei gibt es, im sehr frühen Stadium, um experimentelle Therapieansätze mit einer Stammzelltransplantation.

Bei Kindern und Jugendlichen, die an Tumoren erkrankt sind und an Nierenversagen leiden, führt Handgretinger mit seinem Team Nierentransplantationen, in Kombination mit Stammzelltransplantationen, durch.

Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien

seit 2007 Leiter des DFG‐Fachkollegiums „Zellananalyse‐ und Sortiersystem“

Auszeichnungen und verliehene Mitgliedschaften

seit 2015 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

2014 Robert Pfleger‐Forschungspreis

2011 Landesforschungspreis des Landes Baden‐Württemberg

Fr. Dr. med. Ilse Triebnig

Frau Dr. Ilse Triebnig (Fachärztin für Chirurgie, Spezialgebiet: Immunologie, Studien mit Zeolith) war Schülerin des berühmten Arztes Dr. Alfred Pischinger (1899 – 1983). Pischingers bahnbrechende Entdeckung war, dass das Bindegewebe für die Grundregulation unseres Organismus verantwortlich ist. Und, dass alle Strukturen untereinander im ständigen Austausch miteinander stehen. Der Bereich außerhalb der Zellen wird somit als „Pischinger Raum“ bezeichnet. Oft wird auch nur von der Matrix gesprochen. Man muss sich das so vorstellen: Jede Zelle lebt, indem sie mit Nährstoffen und Sauerstoff über kleinste Blutgefäße versorgt wird. Allerdings haben die Gefäße keinen direkten Anschluss an unsere Zellen. Die Aufgabe des Bindegewebes ist es nun, nach Austritt der Stoffe aus den kleinsten Arteriolen (Gefäßen), den weiteren Transport in die Zellen zu sichern. Anschließend aber auch den Abtransport verbrauchter Stoffe und Zelltrümmer. Pischinger erkannte, dass sich in dem nach ihm benannten Pischinger Raum, im Laufe der Zeit, Abfälle anhäufen, die nicht wieder ordnungsgemäß abtransportiert werden. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Schlechte bzw. falsche Ernährung, Umweltgifte, elektromagnetische Felder usw. Doch dadurch wird die Funktion des Extrazellulärraums (außerhalb der Zelle) immer mehr eingeschränkt und geht langsam verloren. Mit der Folge, dass der Körper die Funktion sich selbst zu regulieren mit der Zeit verliert. Nämlich dann, wenn die Zufuhr von Stoffen in die Zelle und der Abtransport von Stoffen aus der Zelle durch Schlacken (im Volksmund) behindert wird. Frau Dr. Triebnig hat den „Zeolith“ erforscht.